Das Schicksal entscheidet
Sergio ist das Schicksal. Als er vor hunderten von Jahren den Job von Jerry, auch als Gott bekannt, bekommen hatte, wusste er nicht, was auf ihn zukommen würde. Nach all diesen Jahren und verteilten Schicksalen wird Sergio langweilig, er sucht nach einer neuen Aufgabe. Und diese kommt schneller als er denkt. Er verliebt sich in Sara, eine Sterbliche. Damit geht er ein hohes Risiko ein, denn Liebschaften zwischen Menschen und Unsterblichen sind verboten. Jerry wird aufgrund der intensiven Arbeit davon sicherlich nichts mitbekommen. Wie sich herausstellt, eine folgenschwere Fehleinschätzung.
Nachdem ich den Klappentext des Buches gelesen hatte und ich bei den Zeilen schon zum Schmunzeln verleitet wurde, dachte ich, es muss ja nicht immer Horror sein, lese ich doch mal ein lustiges Buch. Nach den ersten Seiten wird mir aber schon bewusst, dass die Geschichte auch einen tieferen Sinn verfolgt. Sergio hat es nicht leicht als Schicksal zu arbeiten. Meistens sind es negative Erlebnisse und Zukunftsaussichten, die er an die Menschen verteilt. Er leidet sehr darunter ständig derjenige zu sein, den die Menschen hassen. Besser ergeht es da Bestimmung, sie verteilt hohe und wichtige Positionen, die bedeutenden Veränderungen in der Weltgeschichte bringen. Selbst Misserfolg und Unglück werden bei den Menschen noch mit mehr Würde betrachtet. Die Darstellung der verschiedenen Aufgaben der jeweiligen Tugenden oder Empfindungen ist sehr bildlich und genau. Man wird sich bewusst, wie viele unterschiedliche Gefühle das Leben bestimmen können und wie sie alle am Ende zusammenarbeiten. Es vermischen sich philosophische Gedanken mit einem gewissen Humor und Ironie. Die witzigen Passagen schaffen es, die nachdenklichen Momente wieder ein bisschen zu versüßen. Zum Beispiel hat der Tod Teddy eigentlich Angst vor Leichen, Völlerei geht in Jogginghosen und Hawaiihemden zum Essen und Faulheit leidet unter Narkolepsie. Und man wird feststellen, dass auch Unsterbliche in Sachen Liebe nicht anders empfinden als wir Menschen.
Das "Schicksal!" liest sich sehr angenehm. Es fesselte mich jetzt nicht so, dass ich es ständig vor Augen haben musste, aber zum Abschalten und Abtauchen war es genau das Richtige für mich. Ich hatte es mir noch eine Spur witziger vorgestellt, gefallen hat mir aber sehr gut. Für einen gemütlichen Abend würde ich es auf jeden Fall empfehlen, um sich auch selbst wieder bewusst zu werden, dass man auch aus der vorgegeben Spur ausbrechen kann, um etwas zu ändern.
Nicht immer muss das Schicksal gewinnen!
Zum Autor:
Scott G. Browne wurde in Arizona geboren und wuchs in der Nähe von San Francisco auf. Er absolvierte ein Managementstudium in Kalifornien und stellte dabei fest, dass seine eigentliche Leidenschaft das Schreiben ist. Trotzdem arbeitete Scott eine Zeit lang als Produzent für Fernsehspots und Filmtrailer bei den Disney-Studios und als Büromanager. 2009 veröffentlichte er seinen ersten Roman, „Anonyme Untote“, dem 2011 „Schicksal!“ folgte.
Nachdem ich den Klappentext des Buches gelesen hatte und ich bei den Zeilen schon zum Schmunzeln verleitet wurde, dachte ich, es muss ja nicht immer Horror sein, lese ich doch mal ein lustiges Buch. Nach den ersten Seiten wird mir aber schon bewusst, dass die Geschichte auch einen tieferen Sinn verfolgt. Sergio hat es nicht leicht als Schicksal zu arbeiten. Meistens sind es negative Erlebnisse und Zukunftsaussichten, die er an die Menschen verteilt. Er leidet sehr darunter ständig derjenige zu sein, den die Menschen hassen. Besser ergeht es da Bestimmung, sie verteilt hohe und wichtige Positionen, die bedeutenden Veränderungen in der Weltgeschichte bringen. Selbst Misserfolg und Unglück werden bei den Menschen noch mit mehr Würde betrachtet. Die Darstellung der verschiedenen Aufgaben der jeweiligen Tugenden oder Empfindungen ist sehr bildlich und genau. Man wird sich bewusst, wie viele unterschiedliche Gefühle das Leben bestimmen können und wie sie alle am Ende zusammenarbeiten. Es vermischen sich philosophische Gedanken mit einem gewissen Humor und Ironie. Die witzigen Passagen schaffen es, die nachdenklichen Momente wieder ein bisschen zu versüßen. Zum Beispiel hat der Tod Teddy eigentlich Angst vor Leichen, Völlerei geht in Jogginghosen und Hawaiihemden zum Essen und Faulheit leidet unter Narkolepsie. Und man wird feststellen, dass auch Unsterbliche in Sachen Liebe nicht anders empfinden als wir Menschen.
Das "Schicksal!" liest sich sehr angenehm. Es fesselte mich jetzt nicht so, dass ich es ständig vor Augen haben musste, aber zum Abschalten und Abtauchen war es genau das Richtige für mich. Ich hatte es mir noch eine Spur witziger vorgestellt, gefallen hat mir aber sehr gut. Für einen gemütlichen Abend würde ich es auf jeden Fall empfehlen, um sich auch selbst wieder bewusst zu werden, dass man auch aus der vorgegeben Spur ausbrechen kann, um etwas zu ändern.
Nicht immer muss das Schicksal gewinnen!
Zum Autor:
Scott G. Browne wurde in Arizona geboren und wuchs in der Nähe von San Francisco auf. Er absolvierte ein Managementstudium in Kalifornien und stellte dabei fest, dass seine eigentliche Leidenschaft das Schreiben ist. Trotzdem arbeitete Scott eine Zeit lang als Produzent für Fernsehspots und Filmtrailer bei den Disney-Studios und als Büromanager. 2009 veröffentlichte er seinen ersten Roman, „Anonyme Untote“, dem 2011 „Schicksal!“ folgte.
3/5
Verlag: Droemer-Knaur
410 Seiten
Autor: S.G. Browne
14,99 Euro
410 Seiten
Autor: S.G. Browne
14,99 Euro

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