Seit 2002 sind Omnia unterwegs. Die Musiker wechselten zwar immer wieder, doch der Kern blieb bestehen. Steve und Jenny gewannen für ihre Touren unterschiedliche Künstler, die sie begleiteten. So war es auch an diesem Abend nicht verwunderlich, dass neue Gesichter zu sehen waren. Die Holländer haben allerdings die Münchner fast vier Jahre warten lassen. Doch umso größer war die Neugier der Fans.
Somit war es nicht verwunderlich, dass es zahlreiche Besucher in die Backstage Halle lockte.
Das Warten nach dem Einlass schien kein Ende zu nehmen, aber pünktlich um 20 Uhr betraten die Musiker die Bühne.
Nach dem ersten Song war klar, das wird ein toller Abend mit berauschender Musik. Das nahmen einige der Gäste wortwörtlich. Fast wie in Exstase und wie berauscht tanzten sie zu den Liedern und ließen ihren Gliedmaßen freien Lauf. Nicht immer sah es elegant aus, teilweise schmunzelte man bei diversen Zuckungen. Musikalisch war es wie in einem Traum. Die verschiedenen Akkustikinstrumente wurden professionell geführt und eingesetzt. Da spürte man die Erfahrung der Band. Sie selber betonten, dass man für gute Musik locker auf die E-Gitarren usw. verzichten kann. Und da hatten sie definitiv recht, demonstrierten sie es uns doch deutlich. Ich war hin und wieder versucht, die Augen einfach zu schließen. Das Gefühl, das mich durchströmte war wunderbar. Man musste sich einfach an einen anderen Ort denken. Auf eine Wiese mit Lagerfeuer und Musik von Omnia, dazu ein paar Freunde, die sich von der Musik leiten lassen. Schon vergaß man Raum und Zeit. Die rein instrumentalen Stücke zauberten eine Gänsehaut, die sich schwer abschütteln ließ. Aber wollte man dies? Die Klänge der Harfe versetzten jeden einzelnen in einen Tagtraum.
Die Botschaften von Omnia sind klar und deutlich. Steve versuchte uns immer wieder daran zu erinnern, wie wichtig die Natur ist, dass wir ohne sie nicht leben können und dass die Welt um uns herum so oder so schon grau genug ist. Die Natur kann uns nicht mitteilen wie es ihr geht: "I don´t speak human". Wir sollten ausbrechen aus unseren Boxen und etwas verändern, noch ist es nicht zu spät. Wir sollten uns frei machen von Zwängen, eigenständig sein und leben.
Die Band machte es uns vor, sie fühlten sich auf der Bühne frei, waren voller Energie und hatten sehr viel Spaß. Die gute Laune sprang auch auf das Publikum über und ließ keine Mundwinkel nach unten zeigen.
Fazit: Es war ein fantastischer Abend mit genialer Musik, sehr, sehr guten Musikern und einer super Stimmung. Sehr gerne wieder.
Weitere tolle Bilder von Peter Seidel: http://www.metalspotter.de/konzerte/Omnia-10.03.2012/



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